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Über Schreibabys und den Mythos der 3-Monats-Koliken

Wie beruhige ich mein Baby?


Schreibaby

Dr. Karps und „Das glücklichste Baby der Welt“


Ich mag das Buch Das glücklichste Baby der Welt von Dr. Karp, einem tollen Kinderarzt aus Amerika, sehr. Vor allem, weil darin wirklich gute und praktische Tipps gegeben werden, um das eigene Baby zu beruhigen. Dr. Karp räumt wissenschaftlich fundiert mit dem Thema 3-Monats-Koliken auf. Statt unter den 3-Monats-Koliken (die es laut Dr. Karp gar nicht gibt), leiten die meisten Schreibabys viel mehr darunter, dass sie am liebsten wesentlich länger (3 Monate länger, um genau zu sein) im Bauch der Mutter verbracht hätten. Die Zeit braucht das Baby, um in der Gehirnentwicklung so weit zu sein, um mit allen Reizen der Umwelt zurechtzukommen. Daher sind die ersten 3 Monate oft geprägt von Unruhen und Schreianfällen.


Meine Erfahrung mit Schreibabys und 3-Monats-Koliken

Unsere Tochter war in den ersten 3 Monaten auch sehr unruhig und hat viel geweint (sie war quasi auch ein Schreibaby). Ich kann also aus Erfahrung sprechen und alle Eltern und ihre Sorgen und Unsicherheiten sehr gut verstehen.

Auch wir hatten damals einiges ausprobiert, bis die Beruhigungsmaßnahmen von Dr. Karp und einige Selbstversuche uns zum Erfolg führten. Natürlich ist jedes Baby anders und es gibt mit Sicherheit keine „Musterlösung“, die bei jedem Kind funktioniert. Aber es gibt einige Anhaltspunkte, an die man sich halten kann, die beruhigen und helfen können.


 

4 Anhaltspunkte zum Beruhigen deines Kindes


Die Grundlage dieser Hilfestellung ist ein „nachempfinden des Mutterleibes“:

Beruhigen des Babys
  • Sssshhh-Geräusche (z. B. durch Staubsauger, den Föhn, Weises Rauschen oder der eigenen Stimme)

  • Begrenzungen (z. B. durch puken, Pukschlafsäcke und Bauchwickel mit beruhigendem Öl)

  • Bewegen (z. B. schaukeln, hin und her wippen, nach oben und unten bewegen)

  • Saugen (z. B. an der Brust oder am Schnuller)


Einzeln sind diese Maßnahmen oft nicht wirksam, in Kombination können sie jedoch Wunder bewirken.


„Aber so verwöhnst du dein Kind doch!“

Oft beginnt die Unruhe und das Weinen bei Schreibabys am späten Nachmittag und dauert über Stunden an. Wir Eltern sind oft völlig verzweifelt, gestresst und übermüdet. Wir zweifeln an uns selbst und machen uns gleichzeitig Sorgen um unsere Kleinen.


Dabei ist wichtig zu betonen, dass weder das „verwöhnen“ noch das „Gewohnheitsprinzip“ hier eine Rolle spielt. Das Kind wird sich trotz dieser Maßnahmen von ganz alleine weiterentwickeln und wenn es so weit ist, wird es aus den Maßnahmen herauswachsen und sie nicht mehr benötigen. Als Elternteil merkt man, was das Baby nun noch braucht und was vielleicht nicht mehr.


Jedes Baby ist anders

Trotz dieser Tipps und Handlungsempfehlungen kann ein Säugling auch Probleme mit der Verdauung haben. Dies sollte im Einzelfall mit dem Kinderarzt besprochen werden. Was du bei Verdauungsproblemen außerdem tun kannst, findest du in einem anderen Artikel.

Weitere Hilfe findet man zudem beispielsweise in Scheiambulanzen, die mittlerweile überall die spezielle Beratung für Schreibabys anbieten.




weinendes Baby


Du willst mehr wissen?

In unseren Erste-Hilfe-Kursen für (werdende) Eltern, behandeln unsere Krankenschwestern nicht nur die Themen Schreibaby und 3-Monats-Koliken, sondern auch andere Krankheiten, die im Säuglingsalter auftreten. So werden neben Bauchschmerzen auch Husten, Blähungen und Verstopfungen besprochen. Darüber hinaus lernst du die wichtigsten Griffe, Medikamente und Mom-Hacks für den Notfall.








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